Einrichtung und Praxisorganisation

Kalender und Verfügbarkeit in Theravo einrichten

So planen Sie buchbare Zeiten, veröffentlichen nur ausgewählte Termine und behalten interne Zeiten geschützt.

Erst die Terminarten, dann die Verfügbarkeit

Der Kalender beantwortet nicht die Frage, welche Leistung angeboten wird. Er zeigt, wann eine bereits eingerichtete Terminart verfügbar ist. Deshalb sollten Erstgespräche, Folgetermine und interne Termine zuerst sauber konfiguriert sein.

Noch keine Terminarten eingerichtet? Beginnen Sie mit dem Leitfaden Terminarten in Theravo einrichten.

Theravo verwendet einen eigenen internen Terminplan. Sie entscheiden, welche Zeiten öffentlich, nur im Patientenportal, über den E-Mail-Assistenten oder ausschließlich intern verfügbar sind. Der private Google- oder Outlook-Kalender wird nicht verbunden oder synchronisiert.

Drei Ebenen, die Sie auseinanderhalten sollten

  • Terminart: Was wird gebucht und welche Regeln gelten?
  • Verfügbarkeit: Wann darf diese Terminart gebucht werden?
  • Gebuchter Termin: Eine konkrete bestätigte oder angefragte Sitzung.

Diese Trennung macht den Kalender leichter verständlich. Eine 50-minütige Folgesitzung kann als Terminart bestehen, ohne dass sie an jedem Arbeitstag öffentlich buchbar sein muss.

In diesem Artikel
  1. 1. Anzeigezeiten und Raster festlegen
  2. 2. Wochen- und Monatsansicht sinnvoll nutzen
  3. 3. Einzelne Zeiten direkt im Kalender anlegen
  4. 4. Dauer und Puffer vor dem Kopieren prüfen
  5. 5. Tage und Wochen kopieren
  6. 6. Sichtbarkeit pro Zeitfenster festlegen
  7. 7. Freie Verfügbarkeit und wiederkehrende Termine nicht verwechseln
  8. 8. Urlaub und blockierte Zeiten eintragen
  9. 9. Konfliktwarnungen ernst nehmen
  10. 10. Die öffentliche Buchung aus Patientensicht prüfen
  11. Beispiel: Eine typische Woche vorbereiten
  12. Checkliste vor der Veröffentlichung
  13. Häufige Fragen

1. Anzeigezeiten und Raster festlegen

Beginnen Sie mit den allgemeinen Kalenderwerten:

  • früheste sichtbare Uhrzeit
  • späteste sichtbare Uhrzeit
  • Rasterintervall, zum Beispiel 15 oder 30 Minuten
  • Standarddauer für neue Einträge
  • Standardpuffer nach einem Termin

Diese Einstellungen sollen die tägliche Planung erleichtern. Sie ersetzen nicht die individuelle Dauer und Pufferzeit einer Terminart.

Wählen Sie den sichtbaren Zeitraum so, dass Ihr typischer Arbeitstag vollständig dargestellt wird, ohne viele ungenutzte Stunden zu zeigen. Eine Praxis, die zwischen 8:00 und 18:00 Uhr arbeitet, muss den Kalender nicht von 0:00 bis 24:00 Uhr darstellen.

Die Kalendereinstellungen legen sichtbare Stunden, Rasterintervall, Standarddauer und Standardpuffer fest.

2. Wochen- und Monatsansicht sinnvoll nutzen

Theravo bietet Wochen- und Monatsansichten sowie eine komfortable und eine kompakte Darstellung.

Die Wochenansicht eignet sich für:

  • konkrete Arbeitsblöcke
  • freie und gebuchte Zeiten
  • Änderungen einzelner Termine
  • das Erkennen von Überschneidungen

Die Monatsansicht eignet sich für:

  • Überblick über Auslastung
  • Urlaubs- und Abwesenheitszeiten
  • Wochen mit ungewöhnlich viel oder wenig Verfügbarkeit
  • längerfristige Planung

Filter helfen dabei, nur relevante Inhalte zu sehen, zum Beispiel:

  • öffentlich
  • privat oder intern
  • gebucht
  • frei
  • Erstgespräche
  • Folgetermine

Nutzen Sie Filter nicht als dauerhafte Ersatzlösung für unklare Terminarten. Die Kalenderansicht bleibt am verständlichsten, wenn Namen und Farben bereits sinnvoll gewählt wurden.

3. Einzelne Zeiten direkt im Kalender anlegen

Für gelegentliche oder kurzfristige Termine können Sie freie Zeiten direkt im Kalender erstellen.

Wählen Sie dabei:

  1. Datum und Startzeit
  2. Terminart
  3. Dauer beziehungsweise das daraus entstehende Zeitfenster
  4. Buchungskanal oder Sichtbarkeit
  5. gegebenenfalls einen internen Sperrstatus

Ein einzelner freier Zeitraum ist sinnvoll für:

  • einen kurzfristig frei gewordenen Termin
  • ein zusätzliches Erstgespräch
  • eine einmalige Abendsprechstunde
  • eine Ausnahme von der üblichen Wochenstruktur

Vermeiden Sie es, für jede Woche viele identische Einzelzeiten manuell anzulegen. Nutzen Sie dafür die Kopierfunktionen.

4. Dauer und Puffer vor dem Kopieren prüfen

Legen Sie die gewünschten freien Zeiten im Kalender an. Prüfen Sie für jeden Eintrag Terminart, Dauer, Puffer und Buchungskanal. Kontrollieren Sie anschließend die Wochenansicht auf Überschneidungen, bevor Sie diese Woche kopieren.

5. Tage und Wochen kopieren

Theravo kann einzelne Zeiten, einen kompletten Tag oder eine ganze Woche kopieren. Zusätzlich lässt sich ein Wochenplan über mehrere Wochen anwenden oder Verfügbarkeit für einen ausgewählten Datumsbereich erzeugen.

Ein sinnvoller Ablauf ist:

  1. Eine typische Woche sorgfältig einrichten.
  2. Alle Terminarten, Kanäle und Puffer prüfen.
  3. Die Woche auf den gewünschten Zeitraum kopieren.
  4. Feiertage, Urlaub und besondere Tage nachbearbeiten.
  5. Die veröffentlichte Ansicht kontrollieren.

Kopieren Sie keine Woche, die noch provisorische oder versehentlich öffentliche Zeiten enthält. Ein sauberer Ausgangsplan verhindert spätere Korrekturarbeit.

Im Bearbeitungsmodus lassen sich belegte Wochen vorbereiten und auf spätere Zeiträume übertragen.

6. Sichtbarkeit pro Zeitfenster festlegen

Theravo unterscheidet mehrere Verfügbarkeitskanäle:

  • öffentlich buchbar
  • nur im Patientenportal
  • für Terminangebote über den E-Mail-Assistenten
  • ausschließlich intern

Dadurch kann dieselbe Arbeitswoche unterschiedlich zugänglich sein.

Beispiel

ZeitTerminartKanal
Montag 09:00ErstgesprächÖffentlich
Montag 10:00FolgeterminPatientenportal
Montag 11:00FolgeterminÜber den E-Mail-Assistenten vorschlagbar, nicht öffentlich
Montag 12:00DokumentationNur intern

Eine öffentlich freie Zeit ist nicht dasselbe wie eine intern freie Zeit. Veröffentlichen Sie nur Termine, die tatsächlich ohne weitere Rücksprache buchbar sein sollen.

Die öffentliche Buchung der gesamten Praxis kann bei Bedarf vorübergehend deaktiviert werden. Außerdem lässt sich ein Teil der grundsätzlich verfügbaren Termine verborgen halten.

Der Wochenkalender zeigt öffentlich buchbare Zeiten, Termine für das Patientenportal, Vorschläge des E-Mail-Assistenten und interne Einträge.

7. Freie Verfügbarkeit und wiederkehrende Termine nicht verwechseln

Freie Verfügbarkeit lädt berechtigte Patient:innen dazu ein, einen Termin zu wählen. Eine wiederkehrende Terminserie reserviert dagegen konkrete Termine in einem regelmäßigen Rhythmus.

Nutzen Sie wiederkehrende Termine zum Beispiel für:

  • wöchentliche Sitzungen
  • vierzehntägige Sitzungen
  • einen festen Termin über einen vereinbarten Zeitraum

Bei Änderungen sollten Sie bewusst auswählen, ob nur ein Termin, alle zukünftigen Termine oder die gesamte Serie betroffen sind.

Nutzen Sie freie Verfügbarkeit, wenn der genaue Termin noch gewählt werden soll. Ein regelmäßiger Arbeitsblock ist nicht automatisch eine Terminserie mit einer bestimmten Person.

8. Urlaub und blockierte Zeiten eintragen

Urlaubstage und andere Abwesenheiten sollten möglichst früh blockiert werden. Theravo unterstützt sowohl einzelne gesperrte Zeiten als auch Urlaubszeiträume.

Typische interne Sperren sind:

  • Urlaub
  • Fortbildung
  • Supervision
  • Dokumentation
  • Teamsitzung
  • private Verpflichtung

Die genaue Bezeichnung bleibt intern. Für Patient:innen ist nur relevant, dass in diesem Zeitraum kein buchbarer Termin angeboten wird.

9. Konfliktwarnungen ernst nehmen

Wenn sich Verfügbarkeiten verschiedener Terminarten zeitlich überschneiden, zeigt Theravo Konflikt- oder Konfigurationswarnungen. Prüfen Sie insbesondere:

  • doppelt angelegte Verfügbarkeit
  • Überschneidungen verschiedener Terminarten
  • unvollständige Terminart-Einstellungen
  • bereits gebuchte Termine im betroffenen Zeitraum
  • laufende Reservierungen während eines Zahlungsvorgangs

Beim Ersetzen oder Neu-Erzeugen von Verfügbarkeit bleiben bestehende Termine und aktive Zahlungsreservierungen geschützt. Trotzdem sollte jede größere Änderung zuerst in einer überschaubaren Woche geprüft werden.

10. Die öffentliche Buchung aus Patientensicht prüfen

Öffnen Sie nach der Einrichtung die tatsächliche Buchungsseite oder das eingebettete Widget.

Kontrollieren Sie:

  • Werden nur die vorgesehenen Terminarten angezeigt?
  • Sind die richtigen Tage und Uhrzeiten sichtbar?
  • Bleiben interne Zeiten verborgen?
  • Sehen Bestandspatient:innen im Portal die richtigen Folgetermine?
  • Stimmen Dauer, Ort und Beschreibung?
  • Funktioniert die Ansicht auf dem Mobiltelefon?
  • Sind Urlaubszeiten tatsächlich nicht buchbar?

Verlassen Sie sich nicht nur auf die interne Kalenderansicht. Entscheidend ist, was Patient:innen sehen und auswählen können.

Auf der Buchungsseite erscheinen nur die Termine, die für diesen Kanal freigegeben wurden.

Beispiel: Eine typische Woche vorbereiten

Eine Therapeutin arbeitet montags bis donnerstags.

  • Montagvormittag: zwei öffentliche Erstgespräche
  • Montag bis Donnerstag: geschützte Folgetermine im Patientenportal
  • Mittwochmittag: interne Dokumentationszeit
  • Donnerstagabend: ein öffentliches Online-Erstgespräch
  • Freitag: nicht im Kalender veröffentlicht

Sie richtet zunächst die Terminarten ein, legt anschließend die freien Zeiten im Kalender an, kopiert die Woche auf die nächsten sechs Wochen und blockiert danach Urlaub und Fortbildung.

So entsteht ein verlässlicher Ausgangsplan, ohne den gesamten Arbeitstag öffentlich sichtbar zu machen.

Checkliste vor der Veröffentlichung

  • Terminarten sind vollständig eingerichtet.
  • Kalenderanzeige und Raster passen zum Arbeitstag.
  • Dauer und Puffer der Terminarten wurden geprüft.
  • Öffentliche, Portal-, E-Mail- und interne Zeiten sind klar getrennt.
  • Eine typische Woche wurde zuerst vollständig getestet.
  • Kopierte Wochen wurden auf Feiertage und Urlaub geprüft.
  • Wiederkehrende Patiententermine sind nicht mit freier Verfügbarkeit verwechselt.
  • Konfliktwarnungen wurden bearbeitet.
  • Bestehende Buchungen sind unverändert vorhanden.
  • Die öffentliche Buchungsseite wurde auf Desktop und Mobiltelefon geprüft.

Häufige Fragen

Muss ich meinen privaten Google- oder Outlook-Kalender verbinden?

Nein. Theravo verwendet einen eigenen internen Terminplan und synchronisiert derzeit keine privaten Google- oder Outlook-Kalender.

Kann ich Zeiten nur für bestehende Patient:innen freigeben?

Ja. Folgetermine können nur über das Patientenportal verfügbar gemacht werden, sofern die Terminart entsprechend eingerichtet ist.

Kann ich eine komplette Woche kopieren?

Ja. Einzelne Zeiten, Tage und ganze Wochen lassen sich kopieren. Verfügbarkeit kann außerdem über einen ausgewählten Datumsbereich erzeugt werden.

Was passiert mit bestehenden Terminen, wenn ich Verfügbarkeit neu erzeuge?

Bestehende gebuchte Termine und aktive Zahlungsreservierungen werden bei der Neuplanung geschützt. Prüfen Sie größere Änderungen trotzdem sorgfältig.

Kann ich nur einen Termin einer Serie ändern?

Ja. Bei wiederkehrenden Terminserien kann je nach Aktion ein einzelner Termin, alle zukünftigen Termine oder die gesamte Serie bearbeitet werden.

Erzeugt eine Terminart automatisch freie Zeiten?

Nein. Die Terminart definiert Regeln und Eigenschaften. Freie Zeiten werden anschließend im Kalender angelegt oder generiert.

Nächster Schritt

Planen Sie Ihre erste veröffentlichte Woche

Richten Sie eine typische Woche ein, trennen Sie öffentliche und interne Zeiten und testen Sie den Ablauf anschließend aus Patientensicht.